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Holzpaul
Anmeldedatum: 04.10.2009 Beiträge: 36 Wohnort: Steyerberg
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Verfasst am: 06.10.2009, 19:52 Titel: Transportkostenberechnung |
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Hallo!
Habe mich erst vor ein paar Tagen neu angemeldet, aber schon seit einer Weile einige gute Tipps gelesen. Ich bin quasi ein Ein-Mann-Nebenerwerbsbetrieb und versuche gerade, mir einen kleinen Käuferkreis zu erschließen. Das klappt nach nur einer kleinen Zeitungsanzeige schon super. Nun aber zum Thema, kann mir jemand einen Tipp geben, was als Transportkosten bei Brennholzanlieferung so berechnet wird? Bezogen auf Lieferung mit Auto mit 2to-Anhänger oder Trecker (100PS) mit Kipper (Standard 8to)? |
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Verfasst am: 06.10.2009, 19:52 Titel: Relevante Forumwerbung |
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waldheini Experte
Anmeldedatum: 12.08.2008 Beiträge: 100 Wohnort: 34549 Edertal
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Verfasst am: 07.10.2009, 19:44 Titel: Transportkosten |
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Trecker zum ausliefern verwenden kannst Du günstig als Landwirt mit einem grünen Kennzeichen - wir können nicht so billig. Wir tragen Kfz-Steuer. Außer diejenigen, die sich's wo leihen können.
Ich liefer mit dem Arbeitsfahrzeug und muss hierfür 1,50 EUR pro km berechnen, mal einfache Entfernung,
auch 2 t Hängergewicht, bei mir 8 -10 SRM.
Ich nehme 1,50 EUR gleichermaßen für 3 Rm frische Buche oder für 10 SRM fertiges Nadelholz. Dadurch wird das Frischholz ab 15km zu teuer, während das trockene Holz bis 50km gefragt ist.
Alle Transportleistungen, die der Kunde in Anspruch nimmt, jedoch nicht bezahlt, ziehen den Holzpreis herunter
Die Auslieferfahrten sind dabei noch der kleinste Teil an der Fahrerei mit dem Holz, bzw. an den Fahrzeug-Gesamtkosten. Im Erntezustand wiegt das Holz, die Schotterstrecken brauchen Reifen... Man erwarte am Ende nicht zuviel aus den noch verhandelbaren Transportkosten
Schließlich wär es auch berechtigt, die Auslieferung nach Zeitbedarf zu kalkulieren. Bei den o.a. 1,50 /km ist in etwa ein 8-EUR Stundensatz für meine Fahrerei drin. Ich find es knapp bemessen für eine Fahrerlaubnis bis 7,5 t. Wenn man bedenkt, was wir z.B. monatlich an SV-Beiträgen zu viert verursachen - mit Herumfahren holt man die Unkosten eh nicht rein .
Eines stell ich sicherheitshalber klar: wenn ein Kunde dumm kommt (angeblicher Mangel wo keiner ist), lade ich nicht ab, sondern fahre das Holz zurück - Rücktransportkosten kann ich immer tragen.
Gruß aus Nordhessen |
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Holzpaul
Anmeldedatum: 04.10.2009 Beiträge: 36 Wohnort: Steyerberg
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Verfasst am: 10.10.2009, 01:26 Titel: |
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Schonmal Danke für die Antwort!
Wenn du 10 SRM auslieferst und dann nur 1,50 Euro/Entfernungskilometer berechnest, finde ich das ganz schön günstig. Kommt natürlich immer ein bißchen drauf an, was man dann als Transport-/Zugfahrzeug hat. Ich hatte für mich so etwa 60 Cent /km Entfernung gedacht, für meinen alten Sharan mit Anhänger wo max. 3,5 SRM drauf passen...
Und das günstige mit dem Trecker stiimt nur bei kurzen Entfernungen, mit den normalen alten Hängern darfst du ja eigentlich nur 25 kmh fahren und dann bist bei längeren Strecken ewig unterwegs. Und einen schnelleren Hänger muss man dann wieder zulassen...
Ich hatte mal die Maschinenringsätze für Transporte angesehen, wenn ich das auf Kilometerkosten umrechne d.h. Trecker mit 2 Anhängern (je ca. 10 - 12 SRM) komme ich auf mindestens 2,50 pro Entfernungskilometer. Und da ist nur ein minimaler Stundenlohn für den Fahrer drin...
Noch ein Satz zu den Kunden. Ich hab ja erst wenige Erfahrungen, aber es scheint zwei Sorten Kunden zu geben: Ein Teil weiß was er will, ist mit vernünftigen Preisen einverstanden und bestellt. Der andere Teil kennt nur Buche und Eiche und hält alles andere für minderwertig und möchte dann aber das HOCH-wertige noch am liebsten hübsch verpackt und zum Supersonderpreis. Ich freu mich über die vom ersten Teil...
Gruß aus Niedersachsen! |
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waldheini Experte
Anmeldedatum: 12.08.2008 Beiträge: 100 Wohnort: 34549 Edertal
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Verfasst am: 10.10.2009, 17:17 Titel: Transportkosten nach Gewicht der Ladung |
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Jo, 10 SRM gehen auch nur in trockenem Nadelholz darauf. Ist straßenverkehrstechnisch nicht so ultrakorrekt, glaub ich.
Aber 3 Rm frische Buche ebenfalls nicht. Obwohl die weniger spektakulär aussehen oder sich anhören
Noch ne einfache Formel:
Bei einem PKW-Doppelachsanhänger voll Trockenholz möchte ich schon 400 EUR erlösen, evtl noch 20 EUR mehr.
Bei Frischholz weiß ich aber, dass ich nicht über 200-220 EUR komme! (als Rohholz sogar nur 160 EUR). Da leg ich mir doch das Frischholz lieber als Meterspalte hin - obwohl später die Sägearbeit ja gar kein Vergnügen ist
Natürlich will die von Dir beschriebene Kundschaft der 2.Sorte am allerliebsten das: (das Rohholz für 160 EUR) Sie will Frische Buche zum selbst aufarbeiten billig geliefert über 50 km! (Ja sind wir denn eine Event-Firma? Wer bezahlt uns dafür?)
Dafür zahlt einer den Preis an die Umwelt - das Benzin wird ja völlig unnötig verbrannt!
Also, ihr Hobby-Holzspalter, Frischholz-Speditöre kaufen bei Landesforst und die resultierenden Preise gelten für jeden. Aus die Maus.
Ich meine, in einer waldreichen Region sollte man Brennholz trocknen,
genauso wie man von einer Streuobstwiese Apfelschnitze trocknen sollte, anstatt Saft oder angeschlagene Äpfel durch die Republik zu karren.
Ein Holzhändler sollte seine Meinung zur Energie haben
- nicht nur zum Geld
Grüße an meinen Mitstreiter in Niedersachsen! |
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Holzpaul
Anmeldedatum: 04.10.2009 Beiträge: 36 Wohnort: Steyerberg
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Verfasst am: 10.10.2009, 19:49 Titel: |
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Energiebewußtsein ist ein gutes Stichwort. Bloss denken die meisten Verbraucher da nur drüber nach, wenn es eben um den Geldbeutel geht. Ich denke da sollte man jeden drauf ansprechen, den man beim Verschwenden erwischt. Ich habe da Arbeitskollegen, die haben zuhause 17 Grad abends im Wohnzimmer aber auf der Dienststelle steht die Heizung auf Volldampf und wenn's zu warm wird macht man das Fenster auf.
Meiner Meinung nach kommt man da nur weiter, wenn jeder den anderen auf solche Dinge offen anspricht, auch wenn's mal oberschlau klingen kann.
Ich glaub nicht, dass ein "Hobby-Holzspalter" , der sich 10 RM Frischholz, meinetwegen ungespaltene Meterenden liefern lässt, drüber nachdenkt, wieviel Energie der Transport kostet, weil der Anhänger doppelt so schwer ist wie mit trockenen, gespaltenen Meterenden.
Das sollte man offensiv ansprechen. (Außerdem mag ich Spalten auch lieber als Sägen... )
Aber im Ernst, wenn man im Fernsehen sieht, wie da Familien um die Wette jedes Gramm CO² sparen, muß man sich auch über das ganze Drumherum Gedanken machen.
Da könnte man glatt ein neues Thema von machen... |
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